Dashain – das Fest was von den Nepalesen am sehnsüchtigsten erwartet wird und den Stellenwert unseres Weihnachtsfestes hat, erlebte heute seinen Haupttag – Bijaya Dashámi der 10′te Tag.

Mit 15 Tagen an dem jeden Tag kleinere oder größere religiöse Festlichkeiten statt finden, war heute der Tag ganz in Familie. Heute bekamen die jüngeren Familienmitglieder von den älteren ihren Tikka (rotes Mal aus Reis, Farbe und Familienmitglieder von den älteren ihren Tikka (rotes Mal aus Reis, Farbe und Joghurt) auf die Stirn.

Während des Dashain Festes geht es im Grunde genommen über den Sieg der Götter über das Böse. Göttin Durga, die für Stärke, Macht und Frieden verantwortlich ist, wird an diesen Tagen geehrt. Schon ein paar Tage zuvor putzen und wienern die Leute ihre Häuser und kauften sich neue Kleidung, so dass die Märkte der Stadt gnadenlos überfüllt sind. Durga soll  in einem reinlichen Haus empfangen werden können und den Bewohnern Glück bringen. Schaukeln aus Bambus werden überall in Nepal gebaut und sind beliebt bei jung und alt. Meist die Jungs, Mädels sieht man da eher weniger, lassen zu dieser Zeit Drachen steigen. Dashain ist ein Familienfest. So versucht ganz Nepal irgendwie an diesen Tagen bei der engsten Familie zu sein. Kathmandu scheint wie leer gefegt.

Der 7. Tag, Pulphati, ist das Fest der Blumen die Göttin Durga gereicht werden. Am Tag 8 – Maha Astami- werden traditionsgemäß Tieropfer erbracht. Dabei wird das Blut der Tiere geopfert und das Fleisch danach beim Familienessen verspeist. In der darauf folgenden Nacht – Kalo Ratri – (dunkle Nacht) werden 8 Büffel und 108 Ziegen an den an den Durga Tempeln geopfert. In besonderen Jahren, die an denen eine neue Kumari (Kindsgöttin) inthronisiert wird, weil die “alte” unrein geworden ist, findet diese Zeremonie auch an Kalo Ratri statt.

Am neunten Tag scheinen die Tempel aus einander zu brechen, so voll ist es teilweise. An diesem Tag ist es auch üblich Fahrzeugen und Dinge die man zur täglichen Arbeit braucht zu ehren. Áusserdem hat nur an diesem einen Tag im Jahr der Taleju Tempel, der größte Tempel am Durbar Square, seine Tore für alle, auch nicht Hindus, geöffnet. Allerdings sollte man da frühzeitig kommen und sich auf sehr viel Andrang gefasst machen.

Unseren Teams, die an Dashain unterwegs sind, wünschen wir ein fröhliches Fest, auch wenn sie an jenen Tagen nicht bei ihren Familien sein können.