Gorkha ist der Ort wo Nepal entstand.

Unsere Gäste genießen Nepal, ob nun im Everest, Langtang oder Annapurna Gebiet.

Aber auch wir, Bijay und Ines, nutzen letztes Wochenende ein paar, für uns, weiße Flecken Nepals kennen zu lernen.

Im Distrikt Gorkha was als Wiege des vereinten Nepals gilt, herrschte einst Prithvi Narayan Schah. Er regierte das das damalige Fürstentum Gorkha, eins davon etwa 50 Fürstentümer, zur dieser Zeit.

Mitte des 18. Jahrhunderts startete er, mit den noch heute bekannten Gorkha Soldaten, von hier seinen Feldzug in angrenzende Fürstentümer. Zunächst nach Nuwakot und danach Schritt für Schritt das Kathmandu Tal. Bis er dann die Hauptstadt nach Kathmandu verlegte.

In Gorkha, etwa 140 km entfernt von Kathmandu, steht seit etwa 400 Jahren der Palast des ehemaligen Fürstentums. Hoch oben auf einem Bergkamm mit Blick weit ins Land hinein und guter Sicht zum Himalaya, steht die burgähnliche Anlage.

Das Gorkha Beben 2015 schlug leider hier in der Region besonders zu. Auch der Palast ist in Mitleidenschaft gezogen. Die Hauptstruktur war glücklicherweise nicht so schlimm betroffen. Aber Teile der Anlage mussten wegen schwerer Risse abgebaut werden. Schon einige Zeit sind die Wiederaufbau Arbeiten im Gange. Betroffen hat es vor allem den früheren Wohnbereich der Könige, der komplett zurück gebaut wurde.

Vereint als Tempelanlage und als Palast gilt er als sehr heilig. Der Kalika Tempel, der nicht zerstört wurde, ist Ziel vieler Gläubigen Nepalesen.

Es ist möglich, aber recht schweißtreibend vom Ort bis hoch zu laufen. Oder aber man gönnt sich eine Autofahrt. Ein schönes und ruhiges Fleckchen Nepal ist hier. Gerade Gäste die schon oft in Nepal waren und die meisten Highlights kennen, für diese ist es eine Option Gorkha zu besuchen. Als Tagestour von Kathmandu aus ist es eher ungeeignet. Man kann es jedoch gut verbinden mit einer Weiterfahrt ins kleine Städtchen Bandspur. Hier lässt sich gut übernachten.

 Für uns war es ein bisschen wie eine Reise zurück nach 2015. Aber das erfreuliche daran war, dass viele Häuser der Bewohner der kleinen Stadt wieder aufgebaut wurden. Auch für den Palast wurden Mittel zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt. Und wie man uns dort berichtete soll er in etwa 2 Jahren wieder fertig aufgebaut sein soll.