Als Bijay und ich das erste Mal zum Everest Base Camp Trek gewandert sind, hatte ich Null Erfahrung mit Trekking Touren in solchen extremen Höhen über 5000m. Ich war absolut ahnungslos was mich erwarte. Bis dahin war ich ich lediglich auf kleineren Treks in Nepal, wie zum Poon Hill oder nach Muktinath unterwegs. Keine Tour die wirklich hoch hinaus ging.
Aber es war mein Traum einmal dem Everest ganz nah zu sein und auf dem mächtigen Khumbu Gletscher zu stehen. Nicht als Teil einer Bucket List, sondern einfach als ein Riesen Abenteuer, was man nur einmal im Leben macht.
Ich hatte keine Vorstellung was die große Höhe mit mir machen wird und erst recht keine Ahnung welche körperlichen Herausforderungen auf mich warteten. Die Luft ist dünn oben, Kopfschmerzen und Schlafprobleme werden auf mich warten. Das konnte ich überall nachlesen. Aber ich war nicht darauf vorbereitet, dass es einen Punkt geben wird, an dem ich nur noch ganz langsam Schritt für Schritt vorankomme und immer wieder anhalten musste, um Luft zu schnappen.
Wie viele andere sicher auch dachte ich, dass man für eine Trekking Tour zum höchsten Berg der Welt ein durchtrainierter richtig fitter Bergsteiger sein muss. Heute weiß ich, dass eine gute Höhenanpassung mindestens genauso wichtig wie eine gute Fitness ist.
Aus eigener Erfahrung heraus sag ich Dir, daß Du den Willen haben musst Dich zu quälen. Denn es wird Momente geben, da möchtest Du Deine Trekking Stöcke in die Ecke schmeißen und du fragst dich was zum Teufel Du eigentlich machst. Ich weiß nicht mehr, wie oft Bijay meine Stöcke wieder aus der Ecke holen musste 😉 und wie oft er mich motiviert hat? Ich weiß nur, dank ihm erfüllte sich mein Traum und ich stand vor dem mächtigen Mount Everest.
Bijay ist Gründer und Chef unserer lokalen Trekking Agentur in Kathmandu. Er kennt die Wege im Himalaya aus unzähligen Touren im Everest – und anderen Trekking Gebieten in Nepal. Er ist kein Einzelfall, denn alle unsere Guides sind so. Es sind Menschen, die Dir nicht einfach nur den Weg zeigen, sondern sie spüren wenn du eine Pause brauchst, wann du einen Motivation Schubs nötig hast oder wenn Du einfach nur die Stille im Himalaya spüren willst.
Genau dieses Wissen und Erfahrung geben wir heute persönlich und ohne Umwege an unsere Gäste weiter. Mit echter Leidenschaft für Nepal.
Und jetzt willst Du wissen, was dich bei dieser unglaublich abenteuerlichen Trekkingtour zum Everest Base Camp wirklich erwartet? Wir erzählen es Dir von unseren eigenen mehrmaligen Erfahrungen.
Wie schwer ist der Everest Base Camp Trek wirklich?
Der Everest Base Camp Trek war meine erste echte Trekking Erfahrung in Nepal und am Ende mitten in der gewaltigen Bergkulisse des Himalayas zu stehen war einfach gigantisch. Es ist kein technisch schwieriger Trek, aber die Höhe macht ihn für jeden zu einer echten mentalen und körperlichen Herausforderung. Unterschätz das nie!
Du solltest unbedingt Ausdauer haben, denn du läufst jeden Tag sechs bis acht Stunden. Oft siehst du dein Tagesziel ganz nah und doch musst du immer wieder um einige Ecken mehr gehen und das im typisch nepalesischem auf und ab. Deine Oberschenkel und Lungen haben den härtesten Job dabei.
Mein Fitnessprogramm zur Vorbereitung waren viel Radfahren und dabei einen kleinen gepackten Rucksack auf dem Rücken. Fahrstühle habe ich ignoriert und die Treppen genutzt. Was wir in all den Jahren gelernt haben ist, dass Du den Trek schaffen kannst, wenn Du auf Deinen Körper hörst und Dir Zeit lässt!
Ich habe Höhenangst – ist das ein Problem?
Zur Höhenangst gehören meist auch Hängebrücken und die gibt es reichlich in Nepal. Zu Beginn jedes Everest Treks wartet gleich eine ganz heftig große und besondere auf Dich. Die Hillary Bridge ist sehr lang und sehr hoch. Das war meine erste Begegnung mit einer Hängebrücke dieser Größe. Angst direkt hatte ich keine, aber etwas komisch waren die ersten Schritte auf der leicht schwankenden Brücke schon. Aber Du musst Dich nicht sorgen, die Hängebrücken im Khumbu sind stabil gebaut und gehören zum normalen Alltag der Menschen in den Bergen. Aber Überwindung kostet es schon, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Wichtig ist, dass Du Dir Zeit nimmst und nicht nach unten schaust. Falls Dir eine Esel – oder Yak Karawane entgegenkommt, warte und lass sie zuerst passieren. Sie haben immer Vorfahrt.
Noch dazu gibt keine schmalen Grade und ausgesetzte Kletter Passagen unterwegs. Die Wege sind gut ausgebaut und begehbar. Unsere Guides kennen jede Brücke, jeden Abschnitt und sie sind an Deiner Seite, wenn Du sie brauchst.
Wann ist die beste Reisezeit für den Everest Base Camp Trek?
Frühling und Herbst sind die zwei Hauptreisezeiten in Nepal. Aber nicht jeder Monat ist gleich gut. Aus unserer Erfahrung der letzten Jahre haben wir eine klare Meinung dazu:
Frühling: März und April
Der März ist meist klar und ruhig, kann aber noch bitterkalt sein und frischen Schnee bringen. Im April blühen in den unteren Lagen die Rhododendren. Die bunt blühenden Bäume sind ein wunderschöner Anblick. Dafür zieht sich zum Abend hin oft schon der Himmel mit Wolken zu und verdecken etwas die Berge. Insgesamt ist der Frühling weniger überlaufen in Nepal. Wer mehr Ruhe sucht, ist im Frühling gut aufgehoben.
Herbst: September – Dezember
Viele reisen im Oktober, aber wir empfehlen das eher nicht. Der Monsun hängt oft noch bis Mitte Oktober hinein. Schlechte Sicht durch Wolken blockieren oft die Lukla Flüge und der Trek kann etwas holprig starten. Pässe können noch immer gesperrt sein und das Wetter ist einfach noch zu unbeständig.
Unsere klare Empfehlung für eine Everest Tour ist: nicht vor Mitte Oktober zu starten. Unser persönlicher Favorit ist ab November in den Dezember.
Die Luft ist kristallklar und Sicht auf die Berge ist nahezu garantiert. Die Wanderwege sind wesentlich ruhiger und die Lukla Flüge laufen meist problemlos. Das Wetter im Hochgebirge ist nie planbar und kann sich minütlich ändern. Aber mit dem richtigen Timing hast Du die beste Ausgangslage.
Für den Herbst 2026 haben wir bereits Gruppenreisen mit festen Terminen. Schau nach ob Deine Tour dabei ist und noch ein freier Platz für Dich ist.
Darf ich das Everest Base Camp betreten?
Das Everest Base Camp ist kein fester Ort. Jedes Frühjahr wird es neu aufgebaut und immer an einer anderen Stelle. Das Camp liegt auf dem Khumbu Gletscher und der ist ständig in Bewegung und seine Oberfläche verändert sich stetig. Wer im Herbst nach Nepal kommt, wird kaum erleben das es ein Basis Lager mit Zelten und Expeditionen gibt. Es herrscht meist Stille, denn nur im Frühling erwacht das EBC zum Leben. Dann beginnt die Expedition Saison und Bergsteiger aus aller Welt treffen sich in Nepal.
Meist starten die Besteigungen zum Gipfel um den Mai / Juni herum. Wer das Camp besuchen möchte, kommt allerdings nicht weit, denn die Bergsteiger sind nicht unbedingt begeistert oder möchten kein Besuch im Lager. Zu groß ist die Angst vor ansteckenden Krankheiten die in diesen Höhen verheerende Folgen haben können.
Es gibt ein Stück weit vor dem Lager einen großen Stein mit der Aufschrift “ Everest Base Camp“, der eine unsichtbare Grenze markiert und vor dem Wanderer Ihr Erinnerungsfoto knipsen können.
Als Bijay und ich das erste Mal im Herbst im EBC waren, hatten wir Glück. Wir durften damals noch direkt ins Camp und ums umsehen. Damals war eine indische Expedition da, die einen ungewöhnlich und kühnen Plan hatten. Sie wollten einen Teil des Abstiegs auf Skiern bewältigen. Leider habe ich nie herausbekommen, ob sie es geschafft haben.
Die Zeiten damals haben mit dem heutigen Everest Bace Camp nicht mehr viel zu tun, denn es sind jetzt weitaus mehr als nur vereinzelte Zelte im Schnee. Es gibt Restaurant – Bar und Kino Zelte. Es gibt Ärzte, gut sortierte Sanitätsstationen und WLAN. Die meisten Zelte der Bergsteiger haben Heizdecken und richtig komfortable Betten.
Eine kleine Stadt am Rande der Welt, die jedes Frühjahr von neuen entsteht und dann wieder verschwunden ist.
Was sind die Symptome der Höhenkrankheit?
In all den Jahren, die wir in den Bergen verbracht haben, konnten wir viel eigene Erfahrung mit der Höhenkrankheit sammeln. Unser guter Rat ist: nimm die Höhenproblematik sehr ernst! Aber geh mit gesundem Menschenverstand, viel Respekt zur Höhe und vernünftig die Sache an und Du wirst gewinnen.
Typische Symptome sind:
- Kopfschmerzen
- Appetitlosigkeit
- leichte Übelkeit
- Müdigkeit und Schwindel
Man fühlt sich nicht richtig fit und hängt ganz schön durch. Das ist nicht ungewöhnlich und leichte Kopfschmerzen wird fast jeder einmal bekommen. Wichtig ist es, die Sache ernst zu nehmen.
Wenn die Symptome stärker werden wie:
- sehr starke Kopfschmerzen, vor allem im Hinterkopf
- starke Übelkeit und Erbrechen
- Unsicherheit beim gehen
- Atemprobleme
Dann sofort reagieren! Auf alle Fälle nicht weiter aufsteigen und so viele Höhenmeter wie möglich schnellstmöglich absteigen. Uns als Agentur Inhaber ist es besonders wichtig, dass unsere Guides sehr genau auf die Gäste achten und früh erste Anzeichen erkennen. Sie unterstützen Dich jederzeit, damit Du sicher unterwegs bist.
Wie schütze ich mich vor der Höhenkrankheit
Die Höhe ist das größte Risiko auf dem Everest Base Camp Trek und allen anderen Trekking Touren im Himalaya. Im schlimmsten Fall kann es um Leib und Leben gehen. Was viele nicht erwarten, ist dass es jeden treffen kann.
Es ist uninteressant, ob Du dick oder dünn, Raucher oder Nichtraucher bist, ob du jung oder alt oder ob du richtig fit bist oder nur ein normaler Wanderer.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen: wenn du in einem langsam kontinuierlichen Tempo läufst und viel trinkst, bist du fast auf der sicheren Seite. Die meisten die an dir vorbei stürmen, werden am Ende hinter dir sein oder ihr Ziel niemals erreichen. Wenn du wie ich, ein paar Kilo mehr auf den Rippen hast, läufst du von allein viel langsamer und eroberst Dir damit Meter für Meter.
Richtig durchtrainierte Leute mit viel Ausdauer sind von Haus aus schneller unterwegs, weil sie es einfach von der Kondition her können. Das kann aber schief gehen. Denke bitte nicht: beim letzten Trek lief es super und ich hatte keine Symptome. Das kann diesmal ganz anders sein.
Wir geben Dir unsere Tipps zu Wanderungen in der Höhe:
- wirklich richtig langsam laufen
- viele trinken – am besten mehr als 3 Liter Flüssigkeit
- Akklimatisierungstage einlegen
- auf den eigenen Körper hören
- lass den Ehrgeiz es unbedingt schaffen zu müssen
Bijay‘ Motto ist: die Höhe gewinnt immer. Also geh mit ihr und nicht gegen sie.
Mit oder ohne Guide zum Everest Base Camp?
Rein technich gesehen ist der EBC Trek nicht anspruchsvoll. Die Wege sind gut ausgebaut und Lodgen gibt es reichlich. Und ja erfahrene Trekker gehen den Trek auch allein. Du bist flexibel, sparst Kosten und bestimmst Dein Tempo. Du trägst aber auch die volle Verantwortung bei Höhenkrankheit, plötzlichen Wettereinbrüchen und bei ausgefallenen Lukla Flügen bist du auf dich allein gestellt.
Aber jetzt mal ehrlich. Bijay und ich haben unsere eigene Trekking Agentur in Kathmandu, von uns selbst geführt. Natürlich empfehlen wir einen Guide. Das liegt doch auf der Hand. Aber unsere Empfehlung kommt nicht nur aus geschäftlichem Interesse.
Bijay war damals mein Guide. Er hat gespürt, wann ich eine Pause brauchte, noch ehe ich es selbst wusste und hat mich in heimische Küchen mitgenommen, die Touristen sonst nicht offen stehen. Das normale Laben in Nepal hat er mir viel näher gebracht und dafür gesorgt das ich am Ende vor dem höchsten Berg der Welt stand.
Ohne ihn wäre ich vielleicht umgedreht?
Heute gibt Bijay diese Erfahrungen und Menschlichkeit an unsere Teams und unsere Gäste weiter. Alle unsere Trekking Touren in Nepal sind privat und individuell. Du bestimmst das Tempo und wir sorgen für den Rest. Bereits zu zweit könnt Ihr mit uns starten.
Ihr wollt zum Everest Base Camp? Schreibt uns, wir planen Euer Tour individuell zu Eurem Wunschtermin.
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Mit Träger oder ohne auf Trekkingtour?
Ganz ehrlich: ohne Träger hätte ich den Trek sicher nicht geschafft. Nicht weil ich schwach bin, sondern weil ich mir denken konnte das ich in dieser Höhe schon mit mir zu tun habe ohne, noch zusätzliches Gepäck zu schleppen. Natürlich sind nicht alle gleich. Erfahrene Trekker möchten ihr Gepäck selbst tragen. Aber unterschätze niemals die Höhe über 4000m und was es aus Dir machen könnte. Jeder Schritt wird schwerer und jeder Atemzug anstrengender.
Was mich jedoch noch mehr überzeugt hat einen Träger mein Gepäck tragen zu lassen ist keine Bequemlichkeit auf Kosten anderer. Es ist eine der direktesten Möglichkeiten Nepalesen zu unterstützen. Träger ist ein angesehener Beruf in Nepal und viele ernähren damit ihre Familien und haben das Geld ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das ist nicht selbstverständlich in dem Land.
Unsere Träger sind alle versichert werden fair bezahlt und sind ein fester Teil unserer Teams. Genau so wie unsere Guides. Denn für uns ist wichtig das ein guter Trek nicht nur ein schönes Erlebnis für unsere Gäste ist, sondern auch faire Bedingungen für alle die ihn möglich machen.
Wie sind die Lodgen im Everest Gebiet ausgestattet?
Bevor Du das erste Mal nach Nepal kommst, solltest Du wissen das die Teehaus Lodgen unterwegs beim Trekking einfach und zweckmäßig sind. Zwei Betten, eine Matratze und ein Kissen, mehr gibt es nicht in den Doppelzimmern. Keine Heizung, kein großer Komfort. Geheizt wird nur der Gemeinschaftsraum am Abend, wenn Du zum Essen kommst.
Ein eigener Schlafsack ist Pflicht – wir empfehlen mindestens einen mit minus 15 Grad im Komfortbereich. Zusätzliche Decken kann man in den meisten Lodgen anfragen. Duschen sind meist Gemeinschafts Duschen, ein eigenes Bad im Zimmer ist die Ausnahme.
Wer mehr Komfort möchte: entlang der verschiedenen Trekkingtouren im Everest Gebiet gibt es mittlerweile höhenwertige Lodgen / Hotels oder sogar Resorts. Viele haben einen deutlich besseren Standard, aber auch deutlich höhere Preise von 50 – 250$ die Nacht.
Die einfachen, landestypischen Lodges bleiben aber das Herzstück der Touren und ehrlich gesagt gehören sie für uns mit dazu.
Strom, Wasser und Internet unterwegs:
Strom gibt es in den meisten Lodgen über Solar Energie und fast immer nur im Gemeinschaftsraum gegen Gebühr. Je höher Du kommst, umso teurer wird das Laden der Geräte. Kaltes und warmes Trinkwasser bekommt man überall unterwegs. Du musst nicht morgens schon deinen gesamten Trinkvorrat kaufen. Internet gibt es fast im gesamten Everest Gebiet über WLAN oder Mobilfunk. Aber verlass Dich nicht drauf, denn besonders bei schlechtem Wetter kann es Ausfälle geben.
Zwei Tipps aus eigener Erfahrung: Nimm Deine Akkus nachts mit in den Schlafsack, denn die Kälte entlädt sei schneller als Du denkst. Ich trage unterwegs ein kleines Solar Paneel an meinem Rucksack. Man spart damit echtes Ged, denn die Ladekosten können sich während des Treks erheblich summieren.
Duschen auf dem Trek – gibt es heisses Wasser?
Es ist völlig normal auf dem Trek einmal ein paar Tage nicht zu duschen. Das ist in Ordnung so. Weiter oben ab 4000m kann es bitterkalt werden und eine Dusche kann Dich schnell erkälten, vor allem wenn Du Deine Haare dazu noch wäschst. Riskier das lieber nicht! Weiter oben gibt es zudem meist nur Bucket Showers, statt richtiger Duschen. Es ist ein Eimer warmes Wasser, mehr nicht.
Die gute Nachricht dabei ist, in der Kälte schwitzt Du kaum. Es ist also bei weitem nicht so unangenehm wie Du Dir vorstellst. Trekker die mehrere Tage oben ohne Duschen unterwegs sind, ist normal und niemand wundert sich. Ein praktischer Tipp von uns: Steck ein paar leichte Badeschlappen ein. Die sind sowohl am Abend in der Lodge oder unter der Dusche Gold wert.
Wie gut ist die Versorgung auf dem Everest Trek?
Keine Sorge, denn hungern wirst Du nicht. Entlang der gesamten Treks gibt es Lodgen die frisch kochen und die Auswahl auf den Speisekarten ist erstaunlich vielseitig. Heisse Suppen, Pizza, Burger, Bratkartoffeln, Nudeln mit Käse oder Thunfisch, Eierkuchen, Porridge, Du bekommst fast alles.
Unsere klare Empfehlung ist Dal Bhaat. Das nepalesische Nationalgericht mit Reis, Linsensuppe, verschiedenen Gemüse und Acchar (eine Art Pickels), sind nicht nur lecker, sondern gibt viel Energie für den Trek. Und das Beste ist, dass Du von Dal Bhaat Nachschlag bis zum satt werden bekommst. Momos, die klassischen gefüllten Teigtaschen aus Tibet, sind ebenso ein Muss.
Auf Fleisch solltest Du lieber verzichten. Es wird unter einfachen Bedingungen transportiert und bleibt oft längere Zeit ungekühlt. Es ist das Risiko nicht wert.
Wasser und Tee bekommst Du überall entweder abgefüllt oder abgekocht. Aber Achtung, denn mit zunehmender Höhe wird alles spürbar teurer. Wasser, Snacks, Bier – ja auch Bier gibt es. Ab Namsche Bazar solltest Du jedoch auf Alkohol verzichten. Das verträgt sich mit der Höhe nicht gut. Und günstig ist es ohnehin nicht.
Pringles, Mars, Snickers, Nüsse und Kekse kannst Du entlang des Weges immer kaufen. Auch Toilettenpapier gibt es.
Unsere kleinen Spartipps aus eigener Hand: Nimm eigne Teebeutel und kleine Energie Snacks wie Nuss – oder Power Riegel von zu Hause mit. Das spart echt Geld unterwegs. Nimm dir eine Trinkflasche für Heiss- und kalt Getränke mit,
Und unser Lieblingstipp: Bestell abends in der Lodge einen Big Pott heißes Wasser. Das ist weitaus günstiger, als wenn Du jede Tasse Tee einzeln orderst. Was übrig bleibt kommt mit in den Schlafsack und ist Deine persönliche Wärmflasche für eine kalte Nacht. Und morgens dann, hast Du noch lauwarmes Wasser zum Zähne putzen kostenlos dazu.
Brauch ich eine Daunenjacke und kann ich sie vor Ort kaufen?
Ja eine Daunenjacke ist beim Everest Trek kein Luxus, sondern Pflicht. Abends wird in de Lodges nur der Gemeinschaftsraum geheizt, meist mit einem kleinen Ofen in der Mitte. Doch so richtig kuschelig warm wie zu Hause wird es nicht, denn die Tür geht ständig auf und die Kälte kommt von draußen rein. Ohne warme Jacke sitzt du und frierst.
Die gute Nachricht ist, Du musst keine Jacke von zu Hause mitnehmen. Jegliche Outdoorkleidung bekommst Du gut und günstig in Kathmandu. In Thamel, dem Tourist Bezirk gibt es Trekking Ausstatter wie Sand am Meer. Notfalls auch in Lukla oder Ramsch Bazar, aber Kathmandu ist deutlich günstiger.
Ein ehrlicher Hinweis von uns: Vieles was Du da kaufen kannst, sind Fakes bekannter Marken wie Mammut oder North Face. Aber für den Trek reichen sie völlig aus, solange Du auf die Füllung und Qualität achtest. Ich trage selbst seit vielen Jahren Kleidung aus Kathmandu und sie hält und hält. Worauf du achten solltest, sind die Reißverschlüsse. Die sind oft das Erste was bei billigen Fakes versagt. Teste sie also gründlich vor dem Kauf.
Eine gute Daunenjacke bekommst Du schon ab 30€. Es gibt in Kathmandu einzelne Läden die echte Marken Produkte verkaufen, aber die sind teurer als in Europa. Was du auf jeden Fall einpacken solltest sind Daunenjacke, Kopfschutz, Regenkleidung und warme Schichten.
Wie gefährlich ist der Lukla Flug?
Der Luka Flug ist definitiv der aufregendste Flug weltweit. Wenn Du zum ersten Mal die kurze ansteigende Landebahn auf einem Bergkamm siehst, die abrupt vor einer Mauer endet, dann hälst Du erst einmal den Atem an. Ein Durchstarten ist hier nicht möglich, alles muss beim ersten Anlauf passen. Ich bin selbst viele Male geflogen. Beim ersten Mal war ich ehrlich gesagt einfach nur gespannt und habe es genossen.
Aber von Flug zu Flug merkst du, wie du nachdenkst: was könnte passieren, was wenn spontan das Wetter dreht? Aber dann weiß ich, dass Bus fahren in Nepal statistisch weitaus gefährlicher als dieser Flug ist. Prozentual gesehen ist fliegen das Sicherste Verkehrsmittel in Nepal. Ja, es gab schreckliche Unfälle. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber im Verhältnis zur Anzahl der Flüge über Jahrzehnte sind es sehr wenig.
Die Piloten sind speziell für diese STOL Landebahn ausgebildet. Geflogen wird nur bei stabiler Wetterlage. Kein Blindflug und keine unnötigen Risiken.
Plane immer Puffertage ein. Das ist kein optionaler Tipp, sondern wichtig. Lukla Flüge fallen regelmässig wegen Nebel, Wind oder schlechter Sicht aus. Manchmal Stunden, manchmal einen Tag oder mehrere. Wer seinen internationalen Rückflug nach Hause zu knapp plant, sitzt plötzlich fest. Wir empfehlen mindestens zwei Puffertage am Ende des Treks in Kathmandu einzuplanen.
Wer nicht fliegen möchte – es gibt Alternativen
Mittlerweile kann man von Kathmandu aus in zwei Tagen mit dem Jeep bis unterhalb Lukla (Surke) fahren. Die Fahrt ist aber lang und anspruchsvoll. Bequem ist anders. Aber sie ist machbar und eine echte Option für alle die den Lukla Flug vermeiden möchten. Wer Zeit mitbringt und abenteuerlustig ist, erlebt Nepal mal ganz anders.
Welche Versicherungen brauch ich für einen Nepal Trek?
Eine Auslandskranken Versicherung für eine Trekkingtour in Nepal ist kein nice to have, es ist absolut notwendig. Sie sollte Trekking in großer Höhe (5000-6000m) abdecken. Sie soll medizinische Notfälle, inklusive Höhenkrankheit und ganz besonders eine Helikopter Evakuierung im Ernstfall abdecken. Sonst empfehlen wir noch eine Reiserücktritt – und Abbruch Versicherung.
In unseren mehr als 15 jähriger Trekking Erfahrung, haben wir selbst erlebt, wie wichtig das sein kann. Wir mussten Gäste mit Helikopter ausfliegen, nicht immer wegen der Höhe, sondern meist wegen verstauchten Knöcheln oder verdrehten Knien. Und in den seltensten Fällen auch wegen der Höhenkrankheit. In diesen Momenten war eine gute Versicherung der Unterscheid zwischen einer schnellen, sicheren Lösung und einem echten Problem.
Zum Thema Helikopter möchten wir auch ehrlich sein, denn in den vergangenen Jahren gab es in Nepal leider Fälle, bei denen Touristen in fragwürdige Situationen gebracht wurden, um unnötige Evakuierungen auszulösen. Dahinter steckten kriminelle Netzwerke, die mit Versicherungsgeldern betrogen haben. Das bedeutet nicht, daß du dir unnötige Sorgen machen sollst, aber es bedeutet das du auf seriöse Partner vor Ort vertraust. Die allermeisten Menschen in Nepal sind ehrlich, hilfsbereit und stolz auf ihr Land. Schwarze Schafe gibt es überall, aber die sind die absolute Ausnahme.
Ein guter Guide wird niemals eine Evakuierung empfehlen, die nicht wirklich notwendig ist. Dafür stehen wir mit unserem Namen.
Wieviel Geld brauche ich für den Everest Trek unterwegs?
Die Everest Region ist wesentlich teurer als die anderen Trekking Regionen in Nepal. Für alles unterwegs wird extra bezahlt. Duschen, Laden von Akkus, WLAN, warmes Wasser usw. Was anderswo immer mal wieder selbstverständlich ist kostet im Khumbu und die Preise steigen mit jedem Meter Höhe. Wenn du über eine Agentur ein Komplettpaket gebucht hast, rechne mit etwa 20$ je Tag für persönliche Ausgaben wie Getränke, Duschen usw.
Wichtig: nimm genug Bargeld in Rupien mit. Karte wird auf dem Trek sehr wenig akzeptiert. Es gibt zwar ATM’s in Lukla, Namche Bazar und Dingboche, aber in der Hauptsaison sind die oft leer. Wer zu viel getauscht hat, muss nicht in Panik geraten, denn in Kathmandu kann man die Rupien wieder problemlos zurücktauschen. Lieber etwas mehr als zu wenig mitnehmen.
Was kostet eine Nepal Reise zum Everest Basis Lager?
Eine Everest Trekkingtour ist keine Billigreise. Das sollte es auch nicht sein, denn dahinter stecken erfahrene Guides, lokale Träger, Permits, Flüge, Verpflegung und Unterkünfte, die alle ihren Preis haben.
Unsere Touren starten komplett ab etwa 1700€ für die kürzere Variante in Kleingruppen. Die meisten Everest Touren, auch nach Gokyo oder anderen Treks liegen ab 2000€ aufwärts, je nach Länge und Leistung Umfang. In diesem Preis sind enthalten, der Lukla Flug, alle notwendigen Permits, Transfers, Hotel ÜN in Kathmandu, euer persönlicher Guide, Träger, Unterkunft, Versicherung und Verpflegung der Crew, sowie Eure Unterkünfte mit Verpflegung beim Trekking.
Was Ihr zusätzlich einplanen solltet: Der internationale Flug nach Nepal kommt dazu und kostet je nach Saison von 900 – 1500€ hin und zurück. Beim Trek selbst rechnet mit Nebenkosten von 20$ je Tag für persönliche Ausgeben wie WLAN, Wasser, heisse Dusche, Akku Laden usw. dazu kommen persönliche Ausgaben in Kathmandu, Visa Kosten (5o$). Ausserdem das Trinkgeld für Guide und Träger, was in Nepal zur Reisekultur gehört.
Wer alles zusammenrechnet, landet bei etwa 3000 – 3500 € für eine Trekkingtour zum Everest Base Camp. Das klingt nach viel. Aber gemessen an dem, was man erlebt, ist es eins der beeindruckendsten Abenteuer, was man für diese Geld unternehmen kann.
Es wird kein einfacher Trek zum EBC. Aber es wird unvergesslich sein!
Wie schwer ist der Everest Base Camp Trek?
Technisch ist der Trek nicht schwer. Es gibt keine Kletterpassagen oder ausgesetzte Stellen. Was ihn anspruchsvoll macht ist die Höhe. Über 4000m wird jeder Schritt schwerer und der Körper braucht Zeit zum Akklimatisieren. Wer auf seinen Körper hört, sich Zeit lässt und Ausdauer mitbringt, schafft diesen Trek.
Wie gefährlich ist der Lukla Flug?
Der Lukla Flug sieht dramatischer aus als er ist. Die Piloten sind speziell ausgebildet und geflogen wird nur bei stabiler Wetterlage. Statistisch gesehen ist fliegen in Nepal sicherer als Bus fahren. Wichtig: immer Puffertage einplanen, den Flüge fallen wegen Wetter regelmassig aus.
Brauche ich einen Guide für den EBC Trek?
Erfahrene Trekker können den Trek allein gehen. Der Weg ist gut ausgebaut. Für Einsteiger und alle mit wenig Höhenerfahrung empfehlen wir jedoch ganz klar einen Guide. Er kennt die Zeichen von Höhenkrankheit, kennt die Menschen vor Ort und macht aus dem Trek ein echtes Erlebnis.
Was kostet der Everst Base Camp Trek?
Unsere Touren ins Everest Gebiet starten ab 1700€ und beinhalten Guide, Träger, Genehmigungen, Lukla Flüge, Übernachtungen in Kathmandu, Lodge ÜN und Verpflegung beim Trekking. Zusätzlich solltet Ihr den Flug nach Nepal, das Visa, etwa 20€ pro Tag für persönliche Ausgaben beim Trek, Trinkgeld und eine Reiseversicherung einplanen. Realistisch gesamt etwa: 3000 – 3500 € für die komplette Reise.
Ihr träumt vom Everest Base Camp? Wir sind Bijay und Ines und kennen den Schritt dieser Tour aus eigener Erfahrung. Wenn Ihr Fragen habt, dann schreibt uns einfach. Persönlich und ohne Umwege.
Wir sind Bijay und Ines und Du kannst
diese Tour mit uns planen






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