Kann man die Gokyo Seen und das Everest Base Camp in einer Trekkingtour verbinden? Ja, kann man, und diese Kombination macht die Tour richtig abwechslungsreich. Sie führt zunächst ins Gokyo Tal mit seinen türkisfarbenen Seen und zum Gokyo Ri hinauf auf 5.357 m. Anschließend überqueren wir den Cho La Pass auf rund 5.420 m und wandern weiter zum Everest Base Camp 5.364 m. Ebenso gehört der Kala Patthar 5.550 mit zur Tour.
Wie anspruchsvoll ist der Gokyo und Everest Base Camp Trek? Diese Tour ist für trittsichere, ausdauernde Wanderer geeignet, die sich auf lange Trekkingtage und große Höhen einstellen können. Besonders die Überquerung des Cho La Passes kann bei Schnee und Eis anstrengend sein. Deshalb planen wir genügend Zeit für die Höhenanpassung ein und behalten die Wetterbedingungen im Blick.
Wir kennen die Tour gut und sind mit unserer Agentur hier zu Hause. Wir wissen, wie schön, aber auch unberechenbar die Berge sein können. Deshalb gehören eine gute Vorbereitung und eine flexible Planung genauso zur Tour wie die Freude an den Bergen.
Die gesamte Reise dauert bei unserem Programm 19 Tage inklusive An- und Abreise sowie Reservetage. Die besten Reisezeiten sind im März bis Mai und im Herbst ab Mitte Oktober bis Dezember, wobei das Wetter in den Bergen immer mit entscheidend ist.
Ihre Nepal Spezialisten
Ines und Bijay Rai
Mit Leidenschaft, lokaler Erfahrung und persönlicher Betreuung.
März – Mai im Frühjahr
Oktober bis Dezember – ab Mitte Oktober ratsam bei inkludierten Lukla Flügen
Anspruchsvoller Trek. Die Höhe, lange Trekkingtage & Überquerung des Cho La Passes erfordern gute Kondition & Trittsicherheit. Klettern ist nicht nötig
5.550 Meter Kala Patthar
Höchste Übernachtung: Gorak Shep 5.140 Meter
Tag 1 Ankunft in Kathmandu
Herzlich willkommen in Nepal. Wir holen Sie am Flughafen ab und bringen Sie in Ihr Hotel. Dort besprechen wir mit Ihnen den Ablauf der Tour und beantworten letzte Fragen. Außerdem stellen wir Ihnen Ihren Guide vor, der Sie auf dem Gokyo – und Everest Base Camp Trek begleitet. So können Sie in Ruhe ankommen und sich auf die gemeinsame Zeit in den Bergen freuen.
Ein Tipp zur Anreise: Wenn Sie erst spät abends in Kathmandu ankommen, empfehlen wir eine zusätzliche Nacht in der Stadt. Die Fahrt nach Ramechhap für den Lukla Flug beginnt mitten in der Nacht und dauert mindestens fünf Stunden. Das kann nach einem langen Flug sehr anstrengend sein. Wir passen die Planung gern an Ihre Flugzeiten an und versuchen einen der wenigen Direktflüge von Kathmandu nach Lukla für Sie zu bekommen.
Übernachtung im Hotel
Tag 2 Flug Ramechhap – Lukla und Trek Phakding (2.610 m)
Gehzeit ca 4 Stunden I Aufstieg: 80m I Abstieg: 350m
Der Wecker klingelt, wenn es in Kathmandu noch dunkel ist. Rund 5 Stunden dauert die fahrt nach Ramchhap, zum kleinen Flughafen Manthali. Der Sinn hinter dem frühen Start ist, dass die Lukla Flüge nach Sonnenaufgang fliegen, so lange das Wetter und die Sicht gut sind. Dann sitzen Sie in der kleinen Maschine und schon nach 25 Minuten setzt sie auf einer der kürzesten und steilsten Landebahnen der Welt auf. Willkommen in Lukla auf 2.860 Metern.
Hier lassen wir uns Zeit. Erst einmal trinken wir in aller Ruhe einen Masala Tee, kommen in den Bergen an und begrüßen unsere Träger, die in Lukla schon gewartet haben. Ich weiß noch genau wie es bei mir war. Bei meinem ersten Mal im Himalaya, als ich die Träger gesehen habe, habe ich nicht verstanden wie ein Mensch so viel auf dem Rücken tragen kann, Tag für Tag, über Hängebrücken und auf steile Pfade hinauf. Man kann ihnen nur mit sehr viel Respekt begegnen.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 3 Trekking nach Namche Bazar (3.440 m)
Gehzeit ca 7 Stunden I Aufstieg: 1015m I Abstieg: 165m
Heute wird aus dem Spaziergang von gestern eine Bergtour. Zuerst folgen wir den Dudh Koshi, laufen durch Sherpa Dörfer wie Benkar und Monjo und über kleinere Hängebrücken an den Gebetsfahnen im Wind flattern. Eine Esel o0der Yakkarawane kannuni jederzeit entgegenkommen, dabei bleiben wir an der Bergseite stehen und lassen sie vorbeiziehen und auch auf Hängebrücken haben sie Vorfahrt. In Monjo betreten wir den Sagarmatha Nationalpark.
Dann kommt die berühmte Hillary Hängebrücke, die hoch über dem Zusammenfluss von Bhote Koshi und Dudh Koshi hängt. Wer Höhenangst hat merkt hier zum ersten Mal, wenn eine Yakkarawane drüber läuft, denn die Brück schwankt dann etwas.
Unser Tipp: ich habe immer die Augen nach vorn gerichtet, nie nach unten und ich bin nicht stehen geblieben , um Fotos zu machen. Danach beginnt der anstrengendste Teil des Tages, der immer in Ihrer Erinnerung bleiben wird. Der Weg mach Namche Bazar führt steil und ohne Unterbrechung immer nur bergauf, gut 800 Höhenmeter in einem Stück. Hier merkt man schnell, dass man im Gebirge unterwegs ist. Wir gehen „Pistari, Pistari „, langsam, langsam und machen Pausen, wenn Sie sie brauchen.
Auf diesem Anstieg zeigt sich zum ersten Mal der Everest, wenn das Wetter mitspielt. Es ist nur ein kleiner Zipfel, halb versteckt hinter dem Nuptse und Lhotse. Der Weg wird steiler und es geht Schritt für Schritt bergauf. Wir lassen uns Zeit und legen Pausen ein, wenn wir sie brauchen. Wenn die Sicht gut ist, sehen wir sogar zum ersten Mal die Spitze des Mount Everest, aber noch ist er weiter entfernt und etwas versteckt zwischen anderen Gipfeln.
Namche Bazar liegt halbrund auf einem Hang auf gut 3.400 m. Von hier aus starten alle Touren der Everest Region, egal ob Gokyo, Everest Base Camp oder die ist für alle Treks in der Everest Region der Ausgangspunkt, egal ob Gokyo Trek, Base Camp oder die 3 Pässe Tour. Wir übernachten hier zwei Nächte, weil der Körper die Pause für eine bessere Höhenanpassung braucht. Wenn Ihnen diese Tour zu lang ist, können Sie von Namche aus mit dem Everest View Trek eine kürzere Variante in der gleichen Region wählen.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 4 Ruhetag zum Akklimatisieren
Gehzeit ca 5 Stunden I Aufstieg: 450m I Abstieg: 450m
Wir bleiben in Namche Bazar und sitzen trotzdem nicht den ganzen Tag in der Lodge.Das wäre sogar falsch. Für die Höhenanpassung ist es besser, tagsüber höher zu steigen und abends wieder tiefer zu schlafen. Deshalb gehen wir am Vormittag hinauf zum Everest View Hotel oder nach Khumjung auf 3.790 m.
Khumjung ist ein Sherpa Dorf mit steinernen Mauern und Kartoffelfeldern. Über dem Ort ragt der Khumbila 5.761 m hoch. Er gilt bei den Sherpa als heilig und wurde noch nie bestiegen. Bei klarem Wetter sehen wir den Everest, Lhotse und die Ama Dablam..
Wir gehen im gemütlichen Tempo, denn es geht nicht um Leistung heute, sondern der Körper soll lernen mit der dünnen Luft zurechtzukommen. Am Nachmittag bleibt zeit duck die Gassen von Namche zu schlendern und den Tag ausklingen zu lassen.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 5 Trekking nach Dhole (4.110 m)
Gehzeit ca 5 Stunden I Aufstieg: 830m I Abstieg: 150m
Heute verlassen wir Namche Bazar und steigen zunächst bis Sanasa. Dort liegt eine Weggabelung, an der sich entscheidet, welche Tour wir machen. Die meisten Wanderer biegen hier Richtung Everest Base Camp ab, aber wir gehen geradeaus weiter ins Gokyo-Tal.
Von diesem Moment an wird es merklich ruhiger. Die Gruppen werden weniger, die Lodges kleiner, und das Trekking wird einsamer.
Der Weg führt uns durch Rhododendronwälder, stetig bergauf, bis zum Pass Mong La auf rund 3.970 m. Nehmen Sie sich hier Zeit, denn der Blick von hier geht weit über das Tal hinaus. Hinter uns steht die Ama Dablam, 6.812 m hoch. Im Frühling stehen die Rhododendren in voller Blüte, in der kalten Jahreszeit sind die kleinen Wasserfälle am Wegrand zu Eis erstarrt. Beides hat seinen eigenen Zauber.
Vom Pass aus geht es hinab nach Phortse Thanga und anschließend wieder steil hinauf nach Dhole. Die dünnere Luft macht sich jetzt deutlich bemerkbar. Wir gehen langsam und gleichmäßig und am Ende des Tages wartet in der Lodge eine Tasse heißer Masala Tee.
Die meisten Wanderer biegen hier Richtung Everest Base Camp ab, wir gehen geradeaus weiter ins Gokyo-Tal.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 6 Trekking nach Machermo (4.470 m)
Gehzeit ca 5 Stunden I Aufstieg: 200m I Abstieg: 130m
Dieser Tag ist die Ruhe vor dem Sturm. Er ist kurz, aber hier beginnt das eigentliche Himalaya Hochgebirge.
Nach dem langen Anstieg von gestern ist der heutige Tag unser Geschenk an Ihre Beine. Von Dhole auf 4.110 m folgen wir dem Weg weiter ins Gokyo-Tal
und schon nach kurzer Zeit merken Sie, daß sich etwas verändert.
Die Bäume bleiben zurück, das Tal öffnet sich, und die Landschaft wird karg. Statt Wald gibt es hier Wacholderbüsche und Weiden, auf denen im Sommer Yaks grasen. Es ist still, und es fühlt sich an, als hätte man die Welt unter sich gelassen.
Auf der anderen Talseite stehen der Cholatse mit 6.440 m und der Tabuche Peak mit 6.495 m, die uns fast den gesamten Weg begleiten. Wir gehen langsam und bleiben immer wieder stehen, denn hier lohnt sich jeder Blick.
In Machermo auf rund 4.470 m beziehen wir unsere Lodge. Der Nachmittag gehört Ihnen. Trinken Sie in Ruhe einen Tee mit Blick auf die Berge oder spazieren Sie ein Stück durch den Ort.
Jetzt sind wir deutlich über 4.000 m und dort gelten andere Regeln. Deshalb ist dieser Tag bewusst kurz. Der Körper braucht Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen. Gehen Sie früh schlafen, trinken Sie viel, und hören Sie auf Ihren Körper.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 7 Trekking ins Gokyo Tal (4.790 m)
Gehzeit ca 5 Stunden I Aufstieg: 450m I Abstieg: 100m
Der Weg nach Gokyo ist für uns einer der schönsten Abschnitte der ganzen Tour. Mit jedem Schritt wandern wir tiefer in das Hochtal hinein und dann, ganz plötzlich, tauchen die Seen auf. Zuerst der Longponga Tsho auf 4.650 m, dann der Taujung Tsho auf 4.710 m. Das Wasser sieht nie gleich aus. Je nach Licht schimmert es dunkelblau oder türkisgrün und es liegt völlig ruhig zwischen den kargen Berghängen.
Der dritte See, der Dudh Pokhari auf 4.790 m, ist der Höhepunkt des Tages. An seinem Ufer liegt der kleine Ort Gokyo. Hinter ihm erheben sich die Himalaya Schneegipfel. Der Kontrast aus tiefblauem Wasser, braunen Hängen und leuchtend weißen Bergen ist etwas, was ich nie vergessen habe.
Unsere Lodge liegt direkt am See. Zum Mittagessen gibt es erst einmal Dal Bhat. Danach bleibt bis zum Einbruch der Dunkelheit Zeit für einen kleinen Ausflug zum Ngozumba-Gletscher. Aus der Nähe sehen Sie, wie gewaltig das Eis und die Geröllmassen sind und man bekommt ein Gefühl dafür, wie klein ein Mensch hier ist.
Die Lodges in Gokyo sind gut ausgestattet. Es gibt WLAN und heiße Duschen, beides kostet extra vor Ort. Unser Rat zum Duschen: verzichten Sie hier oben lieber darauf. Es ist überall kalt, auch bei heißen Wasser. Man erkältet sich schnell, vor allem wenn man die Haare wäscht. Ein paar Tage ohne Dusche schaden nicht. Das kann ich selbst bestätigen.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 8 Besteigung Gokyo Ri (5357m) und Trekking nach Thangnak (4.700 m)
Gehzeit ca 8 Stunden I Aufstieg: 640m I Abstieg: 710m
Der Wecker klingelt noch vor Sonnenaufgang. Es ist kalt und dunkel und wir starten mit der Stirnlampe. Von Gokyo aus führt der Weg steil hinauf zum Gokyo Ri. In dieser Höhe geht es nur langsam voran und kleine Pausen gehören unbedingt dazu. Jeder Schritt will überlegt sein und das ist völlig normal.
Oben angekommen, ist alles vergessen. Unter uns liegen die Gokyo-Seen und vor uns stehen vier Achttausender: Everest mit 8.845 m, Lhotse mit 8.501 m, Makalu mit 8.463 m und Cho Oyu mit 8.153 m. Atmen Sie erst einmal durch und schauen Sie sich um, nach diesem harten Aufstieg haben Sie sich diesen Moment richtig verdient. Nehmen Sie sich Zeit für Fotos, aber auch für ein paar Minuten zum nur schauen.
Auf demselben Weg steigen wir wieder ab und stärken uns in der Lodge mit Essen und heißem Tee. Dann beginnt der zweite Teil des Tages. Wir wandern weiter nach Thangnak, auf die andere Seite des Ngozumba-Gletschers. Er ist der längste Gletscher im Himalaya, und wir überqueren ihn zu Fuß.
Rings um uns liegen Fels und Geröll.
Der Weg ist hier nie derselbe, denn der Gletscher bewegt sich, deshalb verläuft die Route jedes Jahr ein Stück anders. Wir kennen sie, aber wir schauen jedes Mal neu, wo es gerade am besten geht. Der Untergrund ist uneben und verlangt unsere volle Aufmerksamkeit. Nach dem frühen Start ist dieser Abschnitt noch einmal fordernd.
In Thangnak heißt es dann ausruhen, denn am nächsten Tag wartet mit dem Cho La Pass die nächste große Etappe.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 9 Trekking nach Dzongla (4.830 m) via Cho La Pass (5.420 m)
Gehzeit ca 7 Stunden I Aufstieg: 720m I Abstieg: 590m
Der Cho La Pass auf 5.420 m ist einer der Höhepunkte der Tour. Wir starten früh in Thangnak, wenn es noch kalt ist. Der Weg führt von Beginn an über steiniges Gelände bergauf. Er zieht sich und mit jedem Höhenmeter wird er härter. Wir gehen in unserem eigenen, langsamen Tempo und machen Pausen, wann immer Sie sie brauchen.
Je nach Wetter und Jahreszeit liegen Eis und Schnee auf dem Weg. Deshalb empfehlen wir allen Gästen, Steigeisen oder Spikes mitzunehmen. Wer keine hat, bekommt von uns bei Bedarf Spikes schon in Kathmandu mit.
Dann stehen wir auf dem Pass. Die Aussicht ist überwältigend, aber wir bleiben nicht lange, denn der Tag ist noch nicht vorbei. Gönnen Sie sich ein paar Minuten, atmen Sie durch, machen Sie Ihre Fotos, und dann geht es weiter.
Auf der anderen Seite wartet der lange Abstieg nach Dzongla. Er führt stellenweise steil über Fels und Geröll, der Untergrund ist unruhig und jeder Schritt will überlegt sein. Nach dem Aufstieg ist man müde, gerade deshalb gehen wir hier bewusst noch langsamer und konzentriert. Erst weiter unten wird das Gelände wieder einfacher.
In Dzongla erwartet uns eine warme Mahlzeit, ein heißer Tee und vor allem Ruhe. Nach diesem Tag haben Sie sie sich verdient.
Falls das Wetter den Cho La nicht zulässt, entscheiden wir vor Ort und stellen die Tour aus Sicherheitsgründen um. Im Khumbu ist das gut möglich, und Ihre Sicherheit geht immer vor.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 10 Trekking nach Lobuche (4.910 m)
Gehzeit ca 4 Stunden I Aufstieg: 250m I Abstieg: 170m
Nach dem anstrengenden Cho La Pass haben Ihre Beine sich diesen leichten Tag verdient. Von Dzongla aus ist es eine deutlich entspanntere Etappe mit wenigen Höhenmetern. Der Weg führt durch eine karge, raue Berglandschaft, über steinige Pfade entlang der Moräne. Immer wieder zieht der Pumori mit 7.161 m den Blick auf sich und es fällt schwer, nicht stehen zu bleiben. Die Luft ist dünn, aber wir gehen in einem Tempo, bei dem Sie sich erholen können.
Bei Dughla treffen wir wieder auf den Hauptweg zum Everest Base Camp. Nach den stillen Tagen im Gokyo Tal merken Sie ein wenig den Unterschied, denn in der Hauptreisezeit sind hier wieder mehr Wanderer unterwegs.
Es folgt der Anstieg zum Thukla Pass 4.830 m. Gleich hinter dem Pass liegt einer der bewegendsten Orte der Tour, die Gedenkstätte für verunglückte Bergsteiger und Sherpa. Zwischen Steinmalen und Gebetsfahnen stehen hier die Erinnerungszeichen für Menschen, die in den Bergen des Khumbu ihr Leben verloren haben.
Einer der Namen ist Scott Eugene Fischer, der amerikanische Bergführer, der am 11. Mai 1996 beim Abstieg vom Everest ums Leben kam. Wir machen hier immer halt und nehmen uns einen Moment Zeit. Für die Sherpa, die hier leben und arbeiten, sind diese Berge Heimat und Arbeitsplatz zugleich. An keinem anderen Ort der Tour wird das so deutlich wie hier.
Nach etwa vier Stunden erreichen wir Lobuche. Meist bleibt am Nachmittag noch Zeit für einen heißen Tee in der Lodge und für eine Pause. Nutzen Sie sie. Wir sind jetzt weit oben im Khumbu und morgen geht es zum Everest Base Camp.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 11 Trekking nach Gorak Shep (5.140 m) & Kala Patthar (5.550 m)
Gehzeit ca 7-8 Stunden I Aufstieg: 650m I Abstieg: 430m
Die Etappe von Lobuche nach Gorak Shep ist kurz und trotzdem gehört sie zu den härtesten der Tour. Der Weg führt über steiniges, karges Gelände, immer wieder ein Stück bergauf. Über 5.000 m kostet jeder Schritt mehr Kraft, als man es von zu Hause gewohnt ist. Wir gehen langsam, Schritt für Schritt, mit vielen Pausen unterwegs. Nach etwa vier Stunden erreichen wir Gorak Shep 5.140 m. Wir beziehen unser Zimmer in der Lodge und machen erst einmal eine Teepause, dir richtig gut tun wird.
Danach entscheiden Sie gemeinsam mit dem Guide, ob es noch zum Kala Patthar hinauf geht. Es hängt davon ab, wie Sie sich fühlen und wie Wetter und Sicht sind. Passt alles, machen wir uns auf den Weg. Der schmale Pfad führt steil hinauf. Wir müssen immer wieder verschnaufen, was in dieser Höhe völlig normal ist.
Oben angekommen, stehen die Eisriesen ganz nah: der Everest, der Lhotse, der Nuptse und im Rücken der gewaltige Pumori. Von Gorak Shep aus ist vom Everest nur ein klein wenig die Spitze zu sehen. Erst vom Gipfel des Kala Patthar zeigt er sich in voller Größe. Das Licht am späten Nachmittag, wenn die Sonne untergeht, ist ideal für Fotos.
Im letzten Tageslicht steigen wir wieder nach Gorak Shep ab.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 12 Trekking nach Pheriche & Everest Base Camp (5.364 m)
Gehzeit ca 8 Stunden I Aufstieg: 500m I Abstieg: 1300m
Es ist das Ziel, von dem viele jahrelang träumen: das Everest Base Camp. Wir brechen früh in Gorak Shep auf und gehen über Geröll am Rand des Khumbu Gletschers. Auf dieser Höhe tut jeder Schritt weh und man hat das Gefühl das Ziel scheint nie näher zu kommen. Es sieht ganz nah aus und zieht sich trotzdem endlos. Wir kennen das und planen deshalb Zeit ein, für Pausen, zum Luftholen und für viele Erinnerungsfotos.
Dann sind wir da, auf 5.364 m. Ehrlich gesagt, ist der Everest selbst von hier kaum zu sehen, nur die Spitze schaut ein Stück hervor. Trotzdem werden die meisten still. Um uns ragen die Himalaya Riesen auf, es weht kaum Wind und außer den eigenen Schritten und dem eigenen Atem hört man fast nichts.
Es ist nicht der Blick, der diesen Ort so besonders macht, sondern das Gefühl, jetzt wirklich hier zu stehen.
Vielleicht erwarten Sie ein großes Zeltlager. Das gibt es nur im Frühjahr, wenn die Expeditionen ihre Gipfelversuche vorbereiten. Im Herbst ist es meist leer und still. Das Lager steht außerdem jedes Jahr an einer anderen Stelle, weil sich der Khumbu Gletscher ständig verändert.
Für Trekkinggäste gibt es deshalb einen festen Treffpunkt, einen großen Stein, der mit „EBC“ markiert ist.
Danach geht es zurück nach Gorak Shep, wo wir kurz Pause machen und weiter bergab nach Pheriche auf 4.255 m. Unterwegs geschieht etwas, das viele überrascht. Schon nach den ersten Höhenmetern abwärts atmen Sie leichter. Der Körper kommt zur Ruhe und alles fühlt sich wieder einfacher an.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 13 Trekking nach Tengboche (3.870 m)
Gehzeit ca 6 Stunden I Aufstieg: 300m I Abstieg: 700m
Nach den Tagen über 5.000 m geht es heute bergab und wir verlieren jede Menge Höhe. Mit jedem Schritt wird die Landschaft grüner, wir kommen wieder durch kleine, bewohnte Sherpa Dörfer.
Am Nachmittag erreichen wir Tengboche, einem Ort der lohnt etwas länger zu bleiben. Das Kloster liegt auf einem Bergrücken, umgeben von hohen Gipfeln. Schon der Ort allein ist ein Erlebnis.
Tengboche ist das bedeutendste buddhistische Kloster der Region und für viele Sherpa ein geistiges Zentrum. Es wurde im 20. Jahrhundert gegründet und ist seitdem mehrfach nach Erdbeben und einem Brand wieder aufgebaut worden.
Nehmen Sie sich unbedingt Zeit für einen Besuch. Morgens und abends findet meist eine Puja statt, eine Gebetszeremonie der Mönche. Besucher sind willkommen und dürfen dabei sein. Setzen Sie sich leise an den Rand, ziehen Sie die Schuhe aus und hören Sie auf den tiefen Klang der Hörner, dem Singsang der Lamas und dem Rhythmus der Trommeln. Sie bekommen einen Einblick in das Leben im Kloster. Viele Gäste erzählen uns, daß es einer der ruhigsten und bewegendsten Momente der ganzen Tour war.
Bitte achten Sie auf die Regeln vor Ort und fragen Sie, ob fotografiert werden darf. Im Inneren ist es meist nicht erlaubt.
Einmal im Jahr, meist im Herbst, wird Tengboche zum Schauplatz des Mani Rimdu Festivals, einem der wichtigsten Feste der Sherpa.
Mönche tanzen in prächtigen Gewändern und mit Masken. Die Zeremonien ziehen Menschen aus dem ganzen Khumbu an. Wer das Glück hat, zu dieser Zeit hier zu sein, erlebt das Kloster von seiner lebendigsten Seite.
Da sich das Fest nach dem tibetischen Mondkalender richtet, wird der genaue Termin jedes Jahr vom Kloster bekannt gegeben. Wenn Sie sich dafür interessieren, sprechen Sie uns vor der Buchung an, dann schauen wir, ob sich Ihre Tour mit dem Festival verbinden lässt.
Wenn das Wetter mitspielt, bekommen Sie zum Abschluss noch den Blick auf die Ama Dablam, die hier fast zum Greifen nah wirkt.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 14 Trekking nach Namche Bazar (3.440 m)
Gehzeit ca 6 Stunden I Aufstieg: 360m I Abstieg: 780m
Nach den harten Tagen am Base Camp und an den Gokyo-Seen fühlt sich der Rückweg nach Namche Bazar fast leicht an. Zuerst geht es bergab, durch Wälder, kleine Sherpa Siedlungen und über Hängebrücken. Die Wälder duften, nach den kargen Tagen oben hören Sie wieder Vögel.
Ganz so leicht, wie es klingt, ist der Tag aber nicht. Wer „nur bergab“ erwartet, wird überrascht: Zwischendurch warten immer wieder kleine Gegenanstiege, die genau dann kommen, wenn man sich schon auf der Zielgeraden fühlt. Wir kennen das und gehen die Etappe deshalb in aller Ruhe an.
In Namche Bazar gibt es nach den Tagen in den Bergen wieder ein bisschen Luxus und Auswahl. Vielleicht ist Ihnen nach einem Stück Kuchen und einem Cappuccino in einem der gemütlichen Cafés mitten im Himalaya? Wenn Sie sich für die Kultur und Geschichte der Sherpa interessieren, lohnt sich ein Besuch im Sherpa Museum.
Nach so vielen Tagen in den Bergen ist Namche der richtige Ort, um noch einmal durchzuatmen, bevor wir morgen weiter nach Lukla wandern.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 15 Trekking nach Lukla (2.840 m)
Gehzeit ca 7 Stunden I Aufstieg: 690m I Abstieg: 1290m
Auf dem Weg nach Lukla merken Sie langsam, daß Ihre Everest Tour zu Ende geht. Wir wandern zurück ins Tal und kommen durch dieselben Orte wie auf dem Hinweg. Viele davon wirken jetzt ganz anders, fast schon wie „alte Bekannte“.
Die Hängebrücken, die am Anfang noch aufregend waren, überqueren Sie jetzt wie selbstverständlich. Und wer damals in Phakding noch zögerlich losgegangen ist, geht heute mit einem ganz anderen Gefühl durch dieselben Dörfer.
Die meiste Zeit geht es bergab. Doch kurz vor Lukla wartet noch einmal ein letzter Anstieg, als wollten die Berge sich noch einmal in Erinnerung bringen.
Wenn Sie in Lukla ankommen, liegt eine lange und intensive Tour hinter Ihnen.
Die Gokyo Lakes, der Cho La Pass, das Everest Base Camp, einfach jeder hat auf dieser Strecke eigene Erfahrungen gesammelt und sicher auch den einen oder anderen harten Moment gehabt.
Abends sitzen Sie mit der Crew zusammen, lassen die letzten Tage Revue passieren und nehmen Abschied von den Bergen des Khumbu. Das ist für viele Gäste der Moment, in dem es am meisten bewegt, und es sind oft die Träger, bei denen man sich am Ende am liebsten bedankt.
Übernachtung in der Lodge I Frühstück I Mittag I Abendessen
Tag 16 Flug Ramechhap & Fahrt Kathmandu
Mit dem Flug von Lukla nach Ramechhap verabschieden wir uns vom Khumbu. Bei guter Sicht ziehen die Berge noch einmal am Fenster vorbei. Sie erkennen sicher den einen oder anderen Gipfel, der Sie in den letzten Tagen begleitet hat. Was von unten riesig war, sieht von oben auf einmal klein aus.
Der Flug hängt vom Wetter ab und in Lukla kann es immer zu Verzögerungen kommen. Das gehört zu dieser Region, wir behalten es im Blick, damit Sie am Ende nichts verpassen.
Ab Ramechhap geht es im Privatfahrzeug zurück nach Kathmandu. Die Fahrt dauert oft länger als auf dem Hinweg, denn am Nachmittag geraten wir in den Verkehr von Kathmandu. Planen Sie deshalb für den Abend nichts Eiliges ein.
Nach den vielen Tagen in den Bergen fühlt sich die Stadt fast wie eine andere Welt an. Lärm, Farben, Gerüche. Und nach so vielen Tagen in der Kälte ist eine heiße Dusche ein kleiner Luxus.
Übernachtung im Hotel mit Frühstück
Tag 17 Ausflugstag in Kathmandu
Kathmandu ist laut, bunt, lebendig und voller Überraschungen.
Die nächsten beiden Tage haben wir bewusst als Reserve eingeplant. Die Flüge von und nach Lukla hängen vom Wetter ab. Verspätungen und Ausfälle sind keine Ausnahme, sondern gehören zu dieser Region. Mit den zusätzlichen Tagen haben Sie Spielraum, falls sich Ihre Rückreise aus dem Khumbu verschiebt.
Läuft alles nach Plan, bleibt Zeit für Kathmandu und davon gibt es reichlich zu entdecken. Vielleicht zieht es Sie zum Stupa von Boudha, wo Gebetsfahnen im Wind flattern und Pilger im Uhrzeigersinn ihre Runden drehen. Es ist einer der ruhigsten Orte der Stadt. Viele Gäste bleiben länger, als sie geplant hatten.
Von dort sind es zu Fuß etwa 20 Minuten bis zum Pashupatinath, einem der wichtigsten hinduistischen Tempel Nepals.
Swayambhunath liegt hoch über der Stadt. Der Aufstieg über die 365 Stufen führt vorbei an Affen, die hier zu Hause sind, bis hinauf zur schönsten Aussicht auf das Kathmandutal. Die Affen sind liebenswert, aber ein paar Regeln gehören dazu: Halten Sie nichts in den Händen, weder Essen noch Getränke noch Tüten, denn sie schnappen es sich gern. Gehen Sie den Jungtieren nicht zu nah, denn die Mütter beschützen sie.
Wer das beachtet, kann sie in Ruhe beobachten.
Wer lieber durch die Altstadt schlendert, findet am Durbar Square viele alte Tempel, den alten Königspalast und den Ort, an dem eine lebende Kindsgöttin wohnt.
Mehr über Geschichte und Kultur erfahren Sie bei unserer geführten Citytour durch Kathmandu.
Übernachtung im Hotel mit Frühstück
Tag 18 Freizeit im Kathmandu Tal
Für den letzten Tag lohnt sich ein Ausflug nach Bhaktapur. Die alte Königsstadt liegt etwas östlich von Kathmandu, nach dem Lärm der Hauptstadt wirkt sie fast leise.
Hier hat sich viel vom ursprünglichen Charme erhalten: Zwischen kunstvoll geschnitzten Tempeln und alten Pagoden fühlt man sich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt. Am Durbar Square steht der alte Königspalast und nur wenige Schritte weiter ragt die Nyatapola-Pagode auf, mit ihren fünf Dächern der höchste Tempel im Kathmandutal.
Nehmen Sie sich Zeit für das Pfauenfenster, ein handgeschnitztes Meisterwerk nepalesischer Holzschnitzkunst. Man kann lange davorstehen und entdeckt immer neue Details.
Gehen Sie abseits der großen Plätze durch die Gassen. Auf dem Töpferplatz trocknen Tonwaren in der Sonne, in vielen Läden gibt es Juju Dhau, den berühmten „Königsjoghurt“ von Bhaktapur, in kleinen Tontöpfen. Probieren Sie ihn unbedingt.
Für Bhaktapur wird ein Eintritt von 2.000 Rupien erhoben, was aktuell (2026) etwa 12 Euro sind.
Übernachtung im Hotel mit Frühstück
Tag 19 Heimreise
Wir bringen Sie rechtzeitig zum Flughafen und hoffen, daß Sie eine schöne Zeit in Nepal hatten. Vielleicht sehen wir uns wieder in Nepal. Gute Heimreise.
Tag 20
Tag 20
Tag 22
Tag 23
Tag 24
Tag 25
min. 2 / max. 6 Teilnehmer
individuell buchbar für 2 TN
bei 2 Teilnehmern
ab 4 Teilnehmern
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2160 Euro pro Person
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